Mein Ziel war es ja, mir in Frankfurt einen Hawaii-Slot zu sichern. Um es vorwegzunehmen: es ist mir leider nicht gelungen. Trotzdem bin ich mit meinem Rennen unter den Umständen sehr zufrieden.
Wie schon Tage vorher aus den Medien, aus diversen Wetterportalen und auch schon vom Veranstalter mitgeteilt worden war, sollte der 5. Juli der heißeste Tag des Jahres werden und leider war dem dann auch so. Im Schatten wurden mittags auf der Laufstrecke 42 Grad gemessen. Sicher, es haben alle dieselben Bedingungen, aber manch einer kommt mit dieser Sahara-Hitze besser klar als manch anderer. Nun bin leider keiner, der sonderlich gute Leistungen unter warmen Bedingungen erbringen kann, und somit verabschiedete ich mich schon vor dem Rennen innerlich von meinem Ziel, mir einen der begehrten Slots für Hawaii ergattern zu können, zumal die Konkurrenz in diesem Jahr sehr, sehr stark war und auch von meiner angestrebten neuen Bestzeit 10 Stunden / + - 10 Minuten verabschiedete ich mich.
Was mich sehr erfreute, war das Neoverbot. Der Langener Waldsee hatte inzwischen eine Temperatur von fast 27 Grad erreicht. Dies kam mir als eine Schwimmerin mit einer recht guten Wasserlage doch sehr gelegen und so kam ich erwartungsgemäß als zweite meiner Altersklasse in die erste Wechselzone.
Das Radfahren verlief auch recht gut, genauso wie eigentlich das Laufen. In beiden Disziplinen hatte ich noch genug Power und Druck in den Beinen, aber mein Kreislauf machte mir einen Strich durch die Rechnung. Schon in der zweiten Radrunde hatte ich kleine Aussetzer und selbst das Wasser aus der Flasche, die ich nur zum Körper-Nassmachen bei mir hatte, war so warm, so dass eine Abkühlung nicht möglich war. Die heiße Föhnluft, die mich auf der Strecke von den Feldern umgab, war unerträglich. So war mir mein angestrebter Schnitt auf dem Rad und auch mein 5:15er Pace auf der Laufstrecke nicht möglich. Auf der Laufstrecke machte mir die Hitze durch Schwindel und Übelkeit so zu schaffen, dass ich das Tempo nach 10km wieder deutlich runterschrauben musste. Zum Glück hatte der Veranstalter die Versorgungspunkte um weitere Wasserstellen aufgestockt und auch Eis und Schwämme mit Eiswasser wurden gereicht. Die Eiswürfel waren ein Segen. Leider bekam ich Gels auch nicht mehr rein. Irgendwann war für mich "nur" noch das Ziel, würdevoll anzukommen, also Laufen und nicht gehen zu müssen. Dieses hat sehr gut geklappt, so dass ich dann den Zieleinlauf doch noch genießen konnte. Nach dem Rennen und auch heute habe ich kaum Beschwerden, abgesehen von einem starken Sonnenbrand (Faktor 50 bringt also auch nichts :=)). In der Platzierung meiner Altersklasse bin ich 12. geworden, fernab meiner Vorstellung und auch meiner Möglichkeiten. Aber letzten Endes bin ich damit zufrieden, insbesondere wenn man bedenkt, dass ein Drittel der Athleten das Rennen (mehr als 34%!) vorzeitig beendet haben oder aufgrund der schweren Bedingungen erst gar nicht gestartet sind.
Ich danke vor allem meinem Trainer, allen Freunden, Bekannten, Zuschauern vor dem Internet, vor dem Fernseher oder vor Ort und natürlich allen meinen Sponsoren für sämtliche Art der Unterstützung. Ohne Euer Daumendrücken und Euren Zuspruch - besonders auf der Strecke - hätte ich das Rennen vielleicht auch nicht beendet.
Dank auch an meine Trainingskollegen, die mit am Start waren (Alex, Markus, Major, Johannes, Frank und Gerrit) und auch die, die zum Anfeuern da waren: Christoph und Jule, Jan und Frau, Martin Krecker, Sascha und Stephanie (die mich gesehen haben und ich sie leider nicht) und, und, und…
Vielen Dank auch an Sahra für die wie immer wundervollen Bilder!
So, und wie geht es nun weiter? Am 18.07. steht das Regionalliga-Rennen in Havelberg an, bei dem ich auch am Start sein werde. Und mal schauen, welche Wettkämpfe ich noch machen werde. Auf jeden Fall den Berlin-Marathon Ende September mit einer neuen Bestzeit!
Liebe Grüße und bleibt gesund!
Jessi
















